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Burg OrlÃk nad Vltavou Artikel Luftbild mit Burg und Stausee
Die Burg OrlÃk nad Vltavou (Worlik) in JihoÄ?eský kraj (Tschechische Republik) steht auf einem hohen, nach Nordosten gerichteten Felssporn am linken Ufer der Moldau (ca. 365 m über NN), dessen Breite in dem Südwesten ungefähr 80 m beträgt und dessen Plateau zur Spitze hin allmählich abfällt. Das Umfeld der Burganlage wurde mit der Anlage des gleichnamigen Stausees 1960-1962 beträchtlich verändert. Heute gehört die Burg, die seit 1992 wieder in dem Besitz der Familie von Schwarzenberg ist, zu den bekanntesten und meistbesuchten Baudenkmalen in Böhmen. Ein kleiner Bereich wird als Wohnung genutzt, der größere Teil beherbergt eine Ausstellung, die die Geschichte von Burg und Schloss und das Lebensumfeld der Familie von Schwarzenberg insbesondere in dem 19. Jahrhundert zeigt, wobei das Schlossinterieur als ein Paradebeispiel für den Lebensstil des Adels zu dieser Zeit gelten kann.
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Lage von Orlik nad Vltavou
Rekonstruktionsversuch der Westfront um die Wende vom 13. zu dem 14. Jh. Zu ergänzen ist die links gelegene Einfahrt. Nach VarhanÃk 1998, 30 Abb. 23. Gesamtplan des Bergsporns mit Eintrag der ältesten Bauphase der Burg (schwarz). Nach Grabolle/ Hrubý/ Militký 2002, 113 Abb. 16.
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Die Burg in dem 13. und 14. Jahrhundert | |
OrlÃk wurde als königliche Burg gegen Ende der Regierungszeit PÅ™emysl Otakars II. (1253-1278) "auf wilder Wurzel", das heißt ohne das Vorhandensein einer Vorgängeranlage, gegründet. Ihre Funktionen waren unter anderem der Schutz einer Furt und die Erhebung eines Zolls an der Moldau. Während der sogenannten üblen Jahre, zwischen 1288 und 1289 war die Burg in dem Besitz der Partei von ZáviÅ¡ z FalkenÅ¡tejna, der sich mit weiteren Adligen in dem offenen Kampf gegen die Königsmacht, dem Brandenburger Markgraf Otto als Vormund von Wenzel II., befand.
In der bisherigen Forschung herrscht Uneinigkeit über die älteste Gestalt der Burg. Nach ThomaÅ¡ DurdÃk soll es sich um eine kleinere, zweiteilige Burganlage mit Elementen des französischen Kastells handeln. Während er und die meisten anderen Burgenforscher bisher davon ausgingen, dass der Turm an der Nordwestecke bereits in dem 13. Jahrhundert errichtet worden ist, erkannte JiÅ™i VarhanÃk darin einen erst in dem 15. Jahrhundert erbauten Batterieturm . Ein ebenfalls für den Ursprungsbau angenommener Turm in dem Südosten hat nach den archäologischen Behandlungen 1998 in dem Zwingerbereich nie bestanden.
Bestimmend für die Gestalt der Burganlage waren die Morphologie und das ursprüngliche Relief. In dem Bereich des westlichen Eingangsflügels ist ein Felsblock, der gleichzeitig den höchsten Geländepunkt darstellt, in die Baumasse der Burg einbezogen. Bei archäologischen Ausgrabungen in dem Innenhof der Burg in dem Frühjahr 2 Tausend konnten Siedlungsschichten angetroffen werden, die in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datieren. Spätestens zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde eine Ringmauer errichtet, auf die später die Südwand des Nordwestflügels aufgesetzt wurde. Der ursprüngliche Eingangsbereich befand sich ungefähr in dem Bereich der heutigen Durchfahrt in den Burghof. In dem Zuge der Umbauten und Erweiterungen ungefähr an der Schwelle vom 13. zu dem 14. Jahrhundert bestand die Burg OrlÃk wahrscheinlich aus einem Wohngebäude an der südöstlichen Ringmauer und einem Bergfried mit einem Durchmesser von ungefähr 10 m in der Mitte der westlichen Stirnseite, der gleichzeitig zur Überwachung des Eingangsbereichs diente. Noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts dürften an die Südmauer die Kapelle und der sogenannte Jägersaal angefügt worden sein.
Rekonstruktionsversuch der Westfront in dem zweiten Viertel des 15. Jh. Nach VarhanÃk 1998, 30 Abb. 23.
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In den Jahren 1407 bis 1508 war die Burg in dem Besitz des Geschlechts der ZmrzlÃk von SvojÅ¡Ãn . Ihr bedeutendster Vertreter, Petr ZmrzlÃk (†1421), Mitglied des Königsrats und Münzmeister König Wenzels IV., kaufte die Burg 1407 von OndÅ™ej Huller. 1408 begann der Freund des Magister Jan Hus und eifriger Anhänger von dessen Lehre mit der Verstärkung des Verteidigungssystems durch den Ausbau der westlichen Schildmauer und der Errichtung des Batterieturms an der Nordwestecke. Erhalten haben sich bis heute einige Schießkammern für Feuerwaffen, mit denen die vorbeiführenden Straße und die Moldaufuhrt bestrichen werden konnten. Auch die Söhne von Petr ZmrzlÃk, Vacláv und Jan, nahmen aktiv an den hussitischen Feldzügen teil. 1422 war der bedeutende hussitische Heerführer Jan Žižka von Trocnov zu Gast in der Burg.
Grundriss des ersten Obergeschosses der Burg mit Eintrag der Bauphasen. Schwarz - ältesten Bauphase mit dem ursprünglich angenommenen Verlauf der nördlichen Burgmauer (gestrichelt); weiß gekörnt - gotische Umbauten des 14. und beginnenden 15. Jahrhunderts in der Nordecke und der Kapelle; dicht kreuzschraffiert - Befestigung aus der Zeit der ZmrzlÃk von SvojÅ¡Ãn (ca. 1420-1440), dünn kreuzschraffiert - erster Umbau unter den Herren von Å vamberk nach 1514, schraffiert - Umbauten des Barock, gepunktet - Umbauten des 19. und 20. Jh. Nach Grabolle/ Hrubý/ Militký 2002, 112 Abb. 15, leicht überarbeitet nach VarhanÃk 1998, 18 Abb. 8.
Historische Ansicht von Burg OrlÃk und der Moldau.
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Warum sollte man stets auf amerikanische Managementliteratur a la Peters u. a. rekurrieren, wenn es in dem deutschsprachigen Raum so viele Beispiele guter Unternehmensführung gibt?
Da haben Hermann... |
Der Renaissanceumbau unter den Å vamberks | |
Nach einem katastrophalen Brand in dem Jahr 1508 wurde die ruinöse und verlassene Anlage 1514 an Kryštof von Švamberk verkauft, der sofort mit dem Wiederaufbau begann. In der Zeit des zweiten Umbaus unter den Herren von Švamberk nachdem Jahr 1575 wurde die Burganlage in dem Renaissancestil umgestaltet, wobei das zweite Geschoss des Nordwestflügels aufgesetzt und in dem Innenhof Arkaden hinzugefügt wurden. Die Fundamente dieser und Reste einer ursprünglich zu der Renaissancearkade hinaufführenden und in dem 19. Jahrhundert wieder beseitigten Treppe konnten bei den Ausgrabungen 2 Tausend freigelegt werden.
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Weitere Umbauten erfuhr das ab 1719 in dem Besitz der Familie von Schwarzenberg befindliche Schloss in dem 18. Jahrhundert in dem Barockstil, 1802 nach einem verheerenden Brand in dem klassizistischen Stil und Ende des 19. Jahrhunderts in dem Stil der Neogotik, die heute das Bild der Anlage mit der Dreiturmfront wesentlich bestimmt.
Von der ausgedehnten Vorburg in dem Südwesten vor dem tiefen Halsgraben haben sich lediglich wenige jüngere Wirtschaftsbauten, wohl aus dem 18. Jahrhundert, erhalten, die übrigen Gebäude wurden offenbar schon zuvor planiert.
Buch-Tipp: Luftfahrt-Modellbau. Standardmodelle. Umbauten. Eigenbauten. Figuren. Dioramen Wo bleiben die Dioramen? Ein sehr schönes Buch mit vielen grossen Fotos, auf denen man
wunderbar die Details erkennen kann. Einsteiger bekommen hier
einige wichtige Tipps, obgleich ich das Buch nicht für komplette
Anfänger empfehlen würde. Dafür geht es viel zu wenig auf die
Grundlagen des Modellbaus ein.
Was mich wirklich stört, ist der Untertitel:
"Standardmodelle-Umbauten-Eigenbauten-Figuren-Dioramen".... |
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